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32:31-Derbysieg – auch Dormagen kann den “NHV-Express” nicht stoppen

(nif/NHV1-Redaktion) Nach dem klaren 28:16-Hinspielerfolg im Dezember des vergangenen Jahres gewann der Neusser HV am 29. Spieltag auch das zweite Rhein-Kreis-Derby gegen den TSV Bayer Dormagen und untermauerte damit seine sportliche Vormachtstellung im Rhein-Kreis: Der frischgebackene und ungeschlagene Meister der 3. Liga West siegte am Samstagabend beim Tabellenvierten aus der Chemiestadt mit 32:31 (18:11) und baute damit seine Erfolgsserie auf 28 Siege in 29 Spielen aus. Dieser Umstand war gleichbedeutend mit dem Ende der Serie des TSV Bayer Dormagen, der zuletzt zehn Partien in Folge ungeschlagen geblieben war. „Mit unserem Spiel bis zur 37. Minute und der 22:13-Führung bin ich sehr zufrieden. Was die anschließenden 23 Minuten angeht, kann ich nur noch damit einverstanden sein, dass wir am Ende die nächsten zwei Punkte eingefahren haben“, erklärte NHV-Trainer Ceven Klatt wenige Momente nach dem Schlusspfiff.

Nach ordentlichem Beginn und einer 4:2-Führung geriet der “NHV-Motor” nach dem folgenden 5:4-Vorsprung schon früh kurzzeitig etwas ins Stocken. Beinahe folgerichtig geriet das Klatt-Team in Minute 13 beim 5:6 gegen spürbar hochmotivierte Gastgeber erstmalig in Rückstand. Nur eine Minute später sah sich der Neusser Coach dann gezwungen, bei einem 5:7 die erste Auszeit zu nehmen. Nun kamen Alexander Oelze im linken Rückraum für Christopher Klasmann und Mikkel Moldrup für Vladimir Bozic im Tor in die Partie – und der NHV zeigte fortan defensiv wie offensiv deutlich mehr Entschlossenheit und Konzentration. 
Die Folge: Zunächst glichen die Neusser in der 17. Minute wieder aus (7:7), um dann nur drei Minuten später selbst mit zwei Treffern in Führung zu gehen – 10:8. Da der neue Meister nun auch in der Folge am Drücker blieb, zwischen der 19. und 25. Minute keinen einzigen Gegentreffer zuließ und angetrieben vom starken Spielmacher Daniel Pankofer (Foto: Wort & Lichtbild) auf 14:9 davonzog, nahmen nun die Gastgeber ihrerseits eine Auszeit. Doch das Neusser Abwehrbollwerk ließ (nach insgesamt gut neun Minuten) dennoch erst in der 28. Minute den nächsten Gegentreffer des Werksclubs zu. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der “NHV-Express” bereits einen satten 16:10-Vorsprung erspielt. Zur Pause hieß es schließlich 18:11 für die Klatt-Schützlinge.

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte zunächst der Ligaprimus aus der Quirinusstadt. So stand es nach 37 Minuten 22:13 für die Gäste und erst eine doppelte Unterzahlsituation nach Zeitstrafen für Pankofer und Niklas Weis unterbrach den NHV-Lauf. Während die Dormagener nun fünf Treffer in Folge erzielen konnten, brach Pankofer erst nach sieben torlosen Minuten den Bann für sein Team und erzielte das 23:18 (45.). Doch das allein sollte den Rhythmus ins Spiel des Tabellenführers nicht zurückbringen. Im Gegenteil: Elf Minuten vor dem Schlusspfiff verkürzten die Gastgeber auf 23:25 und das Derby war wieder völlig offen. „Wir haben im letzten Spieldrittel zu früh einen Gang herausgenommen, uns nicht mehr an den Matchplan gehalten und Dormagen durch Undiszipliniertheiten immer wieder einfache Tore gestattet. 20 Gegentore in einer Halbzeit sprechen da eine deutliche Sprache und sind sehr untypisch für uns“, erklärte Klatt, der erst mit einer zweiten Auszeit gerade rechtzeitig zur emotionalen Schlussphase wieder ein wenig mehr Ruhe und Struktur ins Spiel seines Teams bringen konnte, bei dem neben Pankofer auch Dennis Aust und Alexander Oelze in der Offensive immer wieder Akzente setzten. Und spätestens als eben Oelze gute vier Minuten vor dem Abpfiff zum 31:27 traf, war das Derby schließlich auch zu Gunsten des Spitzenreiters entschieden. Mit einer offenen Manndeckung konnte der TSV zwar praktisch mit dem Schlusspfiff noch einmal auf ein Tor verkürzen, zu mehr reichte es freilich nicht mehr. „Man hat in der zweiten Hälfte sicher auch gemerkt, dass einige Spieler bei uns angeschlagen waren. Daher mache ich auch niemandem einen Vorwurf. Vielmehr bin ich stolz und dankbar, dass sie sich dennoch in den Dienst der Mannschaft gestellt haben“, erklärte Klatt: „Jetzt müssen wir regenerieren und wollen am letzten Spieltag versuchen, mit einem Sieg gegen Hagen die Saison ungeschlagen zu beenden.“

Das letzte Meisterschaftsspiel in der 3. Liga West bestreitet der NHV am Samstag, 6. Mai, gegen Eintracht Hagen. Anwurf in der Hammfeldhalle ist um 19 Uhr. Im Anschluss findet an gleicher Stelle die große Meisterfeier statt!

NHV gegen Dormagen: Bozic, Moldrup (Tor) – C. Klasmann, Pankofer (10/3), Bahn, Oelze (6), Schneider (n.e.), Reuland, Aust (8), Johnen (3), Thomas, Weis (3), Gipperich (1), Handschke (1).

Nicht im Kader: Golec, Murawski, L. Klasmann, Basic, Fütterer

Siebenmeter: NHV 3/3, Dormagen 3/3

Zeitstrafen: NHV 3, Dormagen 6

Spielverlauf aus NHV-Sicht: 2:2, 4:2, 4:4, 5:4, 5:7, 7:7, 10:8, 10:9, 15:9, 15:10, 17:11, 18:11 – PAUSE – 18:12, 21:12, 22:13, 22:18, 23:18, 24:19, 24:21, 25:21, 25:23, 27:24, 27:25, 29:25, 30:26, 31:27, 31:29, 32:29, 32:31 – ENDE

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