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29:22-Sieg, starke Leistung, tolle Kulisse – Neusser Meistersause gegen Krefeld

(nif/NHV1-Redaktion) Eine tolle Kulisse von rund 1000 Zuschauern, zahlreiche Ehrengäste sowie eine Leistung des Spitzenreiters, die praktisch als Blaupause für die bisherige ungeschlagene wie eindrucksvolle Spielzeit durchgeht: Beim 29:22 (14:12)-Heimsieg des neuen Drittliga-Meisters Neusser HV (Foto: Wort&Lichtbild) gegen die HSG Krefeld passte am Samstagabend in der proppenvollen Hammfeldhalle von Anfang bis Ende alles zusammen. Dabei hatte die überraschende 34:38-Heimniederlage des ärgsten Verfolgers Eintracht Hagen gegen den Leichlinger TV am Abend zuvor den Titelkampf bereits entschieden, so dass der sportliche Wert des vorletzten NHV-Heimspiels der Saison recht überschaubar war. „Umso schöner ist es, dass die Mannschaft vor der tollen Kulisse dennoch einmal mehr eine gute und seriöse Leistung gezeigt und verdient gewonnen hat. Genau diese Einstellung zeichnet die Jungs in dieser Saison seit dem ersten Spieltag aus“, erklärt NHV-Trainer Ceven Klatt nach dem Schlusspfiff nach der einen oder anderen ausgiebigen Sektdusche und nachdem ihn sein Team im Jubelkreis hatte mehrmals „hochleben“ lassen.

Dabei kontrollierte der neue Titelträger der 3. Liga West gegen den Tabellenachten vom Anpfiff an das Geschehen und erspielte sich über eine einmal mehr starke Defensivleistung mit einem gut aufgelegten Torhüter Vladimir Bozic bis zur 22. Spielminute eine 12:7-Führung. Allerdings schalteten die Neusser dann in der Folge bis zum Pausenpfiff kurzzeitig einen Gang zurück und ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste beim 12:14 wieder ein Schlagdistanz kommen.

Nach dem Wiederanpfiff „schnupperte“ die HSG dann bis zur 45. Minute und einem knappen 20:21-Rückstand kurzzeitig leicht an der Überraschung. Doch dann geschah genau das, was in der laufenden Spielzeit schon häufig zu beobachten war: Während der Gegner dem hohen Tempo und dem großen Aufwand in der Schlussphase kräftemäßig Tribut zollen musste, konnte der NHV noch einmal einen Gang zulegen. So ließ das Klatt-Team – angetrieben vom starken Mikkel Moldrup im Tor sowie dem treffsicheren Youngster Brian Gipperich – bis zur 53. Minute rund acht Minuten lang keinen Gegentreffer mehr zu und zog bis auf 27:20 davon – die Entscheidung. Nach zwei weiteren Treffern von Reuland und eben Gipperich sowie zwei weiteren Gegentoren leuchtete am Ende ein 29:22 auf der Anzeigetafel – der 14. Heimsieg im 14. Heimauftritt und somit die perfekte Basis für den anschließenden Empfang der Meisterschale bei stehenden Ovationen der Zuschauer. Und als Hallensprecher André Scheidt dann schließlich mitteilte, dass sich alle Anwesenden über Freibier freuen dürfen, war dies endgültig der Startschuss der ausgelassenen Feierlichkeiten, die erst spät in der Nacht in der Düsseldorfer Altstadt ein feucht-fröhliches Ende fanden.

„Ich bin unglaublich stolz auf das Team. Aber wir möchten uns auch ganz herzlich bei allen Helfern und allen Fans bedanken, ohne die dieser Meistertitel sicher nicht möglich gewesen wäre“, sagte NHV-Kapitän Bennet Johnen. Und Trainer Klatt kündigte auf dem sektgetränkten Spielfeld an: „Heute ist unser Matchplan vollends aufgegangen. Jetzt möchten wir auch noch die letzten beiden Spiele in Dormagen und zu Hause gegen Hagen gewinnen und bis zum Saisonende ungeschlagen bleiben.“

Mit dem Meistertitel sowie dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga zur Saison 2017/18 steht übrigens endgültig fest, dass die erste Mannschaft der künftigen HSG Neuss/Düsseldorf tatsächlich als HC Rhein Vikings auflaufen wird. Markennamen sind nämlich erst ab der zweithöchsten deutschen Spielklasse erlaubt.

NHV gegen Krefeld: Moldrup, Bozic (2) (Tor) – Reuland (4), Aust (4), Klasmann (3/1), Thomas (1), Weis (2), Johnen (1), Pankofer (4/2), Fütterer, Bahn, Oelze, Gipperich (5), Schneider (3)

Nicht im Kader: Golec, Murawski, Handschke, Basic

Siebenmeter: NHV 3/6, HSG 4/4

Zeitstrafen: NHV 3, HSG 2

Spielverlauf aus NHV-Sicht: 3:0, 6:1, 12:7, 13:11, 14:12 – PAUSE – 15:12, 17:16, 19:16, 20:17, 20:19, 21:20, 27:20, 29:22 – ENDE

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